Gesunder Fisch
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Fisch als leckere und gesunde Alternative zu Fleisch

LachsgerichtAm Freitag gibt es Fisch. Auch wenn heute sicherlich in vielen Küchen nicht mehr regelmäßig freitags Fisch zubereitet wird, ist dieser nach wie vor bei einer Vielzahl Menschen fest in den Speiseplan integriert. Mit gutem Grund: Fisch ist gesund, sorgt für Abwechslung und schmeckt obendrein sehr gut. So finden sich in Kochbüchern und den Weiten des Internets unzählige Fisch Rezepte und Tipps, mit deren Hilfe sich die Meeresbewohner auf vielfältige Art kochen, braten oder grillen lassen und dadurch eine nahrhafte Alternative zu Fleisch darstellen.

Doch warum ist Fisch eigentlich so gesund? Zum einen versorgt er den Körper optimal mit Mineralstoffen, Eiweiß sowie dem für den Stoffwechsel wichtigen Spurenelement Jod und fungiert als wertvoller Vitaminspender, wobei hier das Vitamin D eine zentrale Rolle spielt, da es reichlich enthalten und wichtig für die Regulierung des Kalziumhaushalts sowie den Auf- bzw. Abbau der Knochen ist.

Darüber hinaus liefert Fisch so genannte "mehrfach ungesättigte" Fettsäuren, die essentiell, d.h. lebenswichtig für die Erhaltung der Gesundheit sind und über die Nahrung aufgenommen werden müssen, da sie vom Körper nicht selbst produziert werden können. Diese "guten" Fettsäuren sind wesentlich gesünder als "gesättigte" Fettsäuren" (z.B. in Fleisch, Wurst, Butter oder Speck), denn diese können bei übermäßigem Konsum und unzureichender Bewegung zu erhöhtem Cholesterin, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Arterienverkalkungen führen. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren hingegen sind für die Gesunderhaltung äußerst wichtig, da sie unverändert von den Körperzellen aufgenommen werden und als Bausteine für Zellmembranen oder Hormone fungieren. Unterschieden wird hier zwischen Omega-6 und Omega-3-Fettsäuren, wobei letztere die wertvollsten sind und außer in Fisch nur noch in einigen Pflanzen wie z.B. Sojasprossen oder Pflanzenölen wie z.B. Walnuss- oder Rapsöl enthalten sind. Besonders fette Fische wie Lachs, Makrele, Hering sowie Thunfisch oder auch Schalentiere enthalten reichlich Omega-3-Fettsäuren und sollten daher laut Ernährungsexperten im Idealfall zwei Mal die Woche auf dem Speiseplan stehen - ein dauerhafter Mangel an Omega-3 kann hingegen unter Umständen zu ernsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Störungen führen und so z.B. das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma und Allergien erhöhen oder auch hohen Blutdruck, eingeschränkte Sehkraft sowie trockene Haut fördern.

Der positive Effekt von Omega-3-Fettsäuren auf die Gesundheit lässt sich zudem gut an verschiedenen wissenschaftlichen Studien illustrieren, die belegen, dass bei Völkern, die allgemein sehr viel Fisch essen (z.B. Inuit oder Japaner), nur äußerst selten Gefäßerkrankungen auftreten und daher die Herzinfarktrate sehr gering ist. Omega-3-Fettsäuren wirken sich in vielerlei Hinsicht positiv auf die Herzgesundheit aus, indem sie u.a. die Fließeigenschaften des Blutes fördern, die Blutgefäße erweitern, einen normalen Blutdruck begünstigen und Cholesterin senken. Neben dem gesundheitsfördernden Einfluss auf den Herz-Kreislauf-Bereich wird Omega-3 ebenso bei der Behandlung von Hautkrankheiten (z.B. Neurodermitis, Ekzeme) und Allergien, aber auch bei Rheuma oder Darmerkrankungen wie z.B. Morbus Chron eingesetzt. Darüber hinaus hemmen Omega-3-Fettsäuren die Blutgerinnung und beugen somit Thrombose vor.

Sehr wichtig ist die regelmäßige Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren auch während der Schwangerschaft und Stillzeit, denn Omega-3 wird insbesondere für die gesunde Entwicklung von Gehirn und Augen benötigt und so sollte gerade in "anderen Umständen" versucht werden, ausreichend Fisch zu essen oder aber einem möglichen Mangel durch nahrungsergänzende Omega-3-Kapseln entgegenzuwirken.

Generell ist es also sinnvoll, bei der täglichen Ernährung darauf zu achten, statt einseitigem Fleischverzehr auch regelmäßig Fisch zu essen - allerdings sollte im Sinne der Nachhaltigkeit hier nicht die Belastung des Ökosystems der Weltmeere außer Acht gelassen werden und dementsprechend beim Einkauf solche Fischsorten vorgezogen werden, die nicht von Überfischung bedroht sind. Alternativ zu Fisch kann hier für eine ausreichende Aufnahme ungesättigter Fettsäuren auch zu Fischkonserven wie z.B. Rollmops oder Brathering gegriffen werden.

Quelle: OA News